Neue Abgaben für PCs?

Hier könnt Ihr ohne Ende nach Lust und Laune über alles plaudern was nicht mit Topfield bzw. Technik zu tun hat.
Der Beitragszähler läuft hier nicht weiter.
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Anthea
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Neue Abgaben für PCs?

#1

Beitrag von Anthea »

Janeisklar.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/93998
Computer mit eingebauter Festplatte seien "erkennbar dazu bestimmt,
Fernsehfilme zum privaten Gebrauch zu vervielfältigen", zitiert die Zeitung
aus einem Schiedsvorschlag.
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emarzinkowski
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#2

Beitrag von emarzinkowski »

Alles klar. wo soll denn das Betriebssystem sein? und die restliche Software. Denken die überhaupt, oder wozu nutzen die ihr Gehirn? :?
was denen nicht alles einfällt, um Geld zu scheffeln... :patsch:
Viele Grüsse,
"erna" alias Enrico
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jk
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#3

Beitrag von jk »

es gibt in österreich den werbeslogan für zeilpunkt (plus) "sparen wos geht", ich formuliere das für einige "vertretungs- und verwertungstellen" jetzt einfach mal um...

"melken wos geht"

kann man solchen leuten nicht einfach einen eimer mit kaltem wasser über den scheitel schütten damit die eigenständige denkleistung wieder in die gänge kommt?


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Wolfman
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#4

Beitrag von Wolfman »

Bloß gut, dass ich noch meinen Amiga 600 ohne HDD habe :p
SRP 2410M FW 10.01.2013 FastSkip, SmartEPG, RebuildNav, ND_TMS, Timerdiags, SmartFiler_TMS, lost+found, SmartDecrypter, TMSRemote
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SRP 2410 FW 02/13 FastSkip, SmartEPG, RebuildNav, ND_TMS, Timerdiags, dbFit, SmartFiler_TMS
Der Fehler sitzt zwar meist vor dem Bildschirm, aber
Bitte nicht alles, was ich verzapfe tierisch ernst nehmen :o
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Anthea
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#5

Beitrag von Anthea »

Der eigentliche Hammer ist ja, dass das auch noch rückwirkend in Kraft treten soll.
nach denen die Branche für jeden zwischen 2002 und 2005 verkauften PC mit Festplatte eine Abgabe von 15 Euro zu entrichten habe.
Oder auch: Wie mache ich garantiert jeden kleineren PC-Laden platt. Wozu braucht man die auch, wenn es doch den Blöd-Markt und sowas gibt.
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#6

Beitrag von kajakspider »

Moin, moin,

so, als Urheber - sprich Journalist -, der von diesen Abgaben
(in meinem Fall VG Wort) profitiert, muss ich auch mal eine Lanze dafür
brechen. Ich habe die reine Print-Brille auf, auch wenn das Ursprungs-Posting um die Aufzeichnung von TV ging.setz

Ja, ich befürworte Abgaben auf PCs, Drucker, Scanner, Brenner, HDDs und Rohlinge.
Ja, ich bin als Kind des Schallplatten-Alters (mit Chrom-, Metall-Casetten etc zum Kopieren) für die Privatkopie und dafür bereit Abgaben auf die Geräte zu entrichten.
Nein, ich lehne den DRM-verseuchten Mist ab, denn der dient nur der Profitmaximierung
von Verlagen, großen Musik- und Filmkonzernen und der Urheber hat nichts davon.

Das ist vorab mal meine Meinung.

Nun eine etwas ausführlichere Begründung:
Vor dem digitalen Zeitalter war es üblich, dass es für jede Kopie,
die in einer Bibliothek etc gemacht wurde, ein "Kopierpfennig" an die
Verwertungsgesellschaften abgeführt wurde. Ebenso gab es ein Abgabe dafür,
dass die Werke überhaupt auslagen und ausleihbar waren.

Dank Internet brauche ich aber keine Kopierer, Bücherei etc. mehr. Per Mausklick wird der Zeitungsartikel bequem aus dem Internet auf die Festplatte kopiert oder auf dem heimischen Drucker ausgegeben. Damit brechen für uns die obigen Einnahmen weg.

Das ließe sich noch verkraften. Jetzt kommt aber ein anderes Problem hinzu. Die Verlage verdienen im Internet mit seiner Kostenlos-Mentalität (für eine gedruckte ct zahle ich X Euro, im Internet erwarte ich/wir den gleichen Artikel für lau) nicht mehr die gleiche Kohle wie im Print-Geschäft. Zudem läuft das Anzeigengeschäft ja auch schlechter, denn als findige User nutzen wir ja alle Ad-Blocker, um von der Werbung nicht belästigt zu werden (Und im Internet wird nur für ausgelieferte Werbe-Banner (also die auf dem Rechner des Users ausgeliefert werden) bezahlt, oder sogar nur, wenn der User auf den Banner klickt). Um ihre Gewinnmargen zu halten, drücken die Verlage und Co jetzt auf Teufel komm raus ihre Kosten: In den meisten Redaktionen wurden seit 2001 50 Prozent der Leute entlassen, freie Journalisten bekommen für ihre Artikel teilweise nur noch einen Hungerlohn, der teilweise auf 1-Euro-Jobber-Niveau liegt (ich habe zum Glück noch einen festen Job mit einem guten festem Gehalt - also mich braucht ihr nicht bemitleiden -mir geht es um grundsätzliches).

Für Luft, Liebe und Ehre schreiben nun mal meine Kollegen und ich nur ungern, geschweige denn können wir davon leben. Deshalb die Forderung nach den Vewertungsabgaben.

Erschwerend kommt folgendes hinzu: Die Verlage zahlen Hungerlöhne bzw. am liebsten gar nichts mehr und die Verwertungsabgaben sinken. Für wen soll unser freier Journalist nun schreiben? Richtig, für die Marketing-Abteilungen der IT-Industrie mit gut gefüllten Kassen. Dass man dann seinen Auftragsgeber nicht in die Pfanne haut und über ein Konkurrenzprodukt positiv berichtet versteht sich wohl von selbst. Leider täglich erlebte Praxis in der Zusammenarbeit mit freien Journalisten.

Also seht meine Ausführungen bitte als Denkanstoss, bevor wieder pauschal gegen Urheberabgaben gewettert wird. Wenn die Verflachung der Inhalte in den Medien so weiter geht wie in den letzten jahren, dann haben wir bald gar keine Medien mehr die lesenswert sind oder noch einen Hauch von Unabhängigkeit haben. Und in meinen Augen ist eine freie Presse - die nicht nur auf Profitmaximierug (Murdoch und Co.) aus ist - für das Funktionieren unserer Demokratie unabdingbar.

Noch eine Randbemerkung: An den Urheberabgaben geht bestimmt nicht der PC-Laden um die Ecke pleite, denn die zahlen die Hersteller und in letzten Konsequenz wir als Konsumenten. Und die Hersteller sowie ihre Lobby-Vereinigungen sollten nicht so laut jammern, denn den ruinösen Preiskampf haben sie selbst angezettelt und nicht die Journalisten. Und wenn die Margen nicht mehr stimmen, weil mancher Kunde lieber gleich zum No-Name-China-Produkt greift, dann sollte sich mancher Hersteller vielleicht überlegen, ob es nicht an seinem lausigen Treiber-Support (Stichwort Vista, kam ja über Nacht wie eine Erscheinung), seiner miesen kostenpflichtigen 0900-Hotline oder seinen undurchsichtigen Garantiebestimmungen (hallo Topfield) liegt.

PS.: tippfehler bitte ich zu entschuldigen, die Hopfen-Kaltschale (Bier) war zu gut.

Viele Grüße
kajakspider
harbad
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#7

Beitrag von harbad »

mal gut das ich in meinen pc wechselrahmen habe. wieder was gespart. ;)

@kajakspider
soweit alles richtig aber zum einen ging es im speziellen fall um fernsehaufzeichnungen und zum anderen, was darf ich denn nach der heutigen oder zukünftigen gesetzeslage noch vervielfältigen? ich zahle auf alles diese abgaben, darf aber die mir gebotenen möglichkeiten nicht nutzen. oder in deinen fall zahle ich 1,50€ für einen artikel im internet. wozu dann die druckerabgabe? doch wohl nur weil alle nutzer pauschal unter generalverdacht stehen. allein diese 1050 verwertungsgesellschaften sind doch witz. ich möchte nicht wissen wieviele einnahmen die allein durch anwesenheit verbrennen.

TF5000PVR mit alphanumerischen Display, 1* Samsung HD400LD & 1* Samsung HD154UI in ViPower-Wechselrahmen
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Es zählt was ich meine, nicht was ich schreibe.

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#8

Beitrag von emarzinkowski »

[quote=""kajakspider""]
Also seht meine Ausführungen bitte als Denkanstoss, bevor wieder pauschal gegen Urheberabgaben gewettert wird. [/quote]
wie harbad schon schrieb, wettern wir nicht pauschal gegen diese Abgaben, sondern gegen eher gegen das System, wo bei denen, die wirklich etwas schaffen, nicht viel ankommt.
Und gegen solch fadenscheinige Begründungen, wie "ein PC ist erkennbar dazu bestimmt,
Fernsehfilme zum privaten Gebrauch zu vervielfältigen" :patsch: Ich arbeite zu 99,99 % anders mit meinem PC.
Vervielfältigen tun ja wohl die wenigsten von uns. Einige nehmen die Filme auf und brennen sie für ihren eigenen Bedarf, was übrigens im Zeitalter der Videorekorder schon genau so war. Deshalb habe ich auch gegen Abgaben auf PVR nichts.

Aber wie gesagt, ich kaufe einen PC und muss eine Abgabe zahlen, auf etwas, was ich nie mache... Das ist sch... Wenn ich einen Videorekorder kaufe oder PVR ist eindeutig, was ich damit vorhabe, aber bei einem PC?
Viele Grüsse,
"erna" alias Enrico
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#9

Beitrag von jk »

[quote=""kajakspider""]Ja, ich befürworte Abgaben auf PCs, Drucker, Scanner, Brenner, HDDs und Rohlinge.
Ja, ich bin als Kind des Schallplatten-Alters (mit Chrom-, Metall-Casetten etc zum Kopieren) für die Privatkopie und dafür bereit Abgaben auf die Geräte zu entrichten.[/quote]

ich bin ebenfalls kind der schwarzen scheiben, habe 10 jahre lang damit die ohren der jungen leute in einem laden jedes wochenende zugedröhnt und sie aufgestachelt bis kanpp der notarzt kam, habe jede menge konzerte von mehr oder weniger bekannten künstlern abgemischt, mastering für platten, demos usw betrieben - kurzum ich denke ein ganz klein wenig kenne ich mich auch aus, zumindest im musikgeschäft, und ich bin gegen diese pauschalen abgaben allerdings, wenn es denn sein muß, dann bin ich FÜR DRM..
Nein, ich lehne den DRM-verseuchten Mist ab, denn der dient nur der Profitmaximierung
von Verlagen, großen Musik- und Filmkonzernen und der Urheber hat nichts davon.
der DRM verseuchte mist wie du es nennst - wenn DRM denn auch wirksam implementiert ist - stellt sicher, daß derjenige der den inhalt sehen/hören will auch dafür bezahlt - und nur der.

wie komme ich als hobbyfilmer dazu, auf jede CD und DVD die ich als rohling kaufe irgendwelche abgaben für bedürftige künstler zu bezahlen, die ansonsten unfähig sind durch eigenständige arbeit zu überleben.

es liegt am käufer (!!!!) zu beweisen, daß er nur privates material auf den datenträger gebrannt hat und an viel geduld bis man sich die öken wieder von irgend einer stelle zurückholen kann.
wenn man angibt dass man einige rohlinge verheizt hat, so muß man sicherheitshalber auch diese aufbewahren - es könnte eine kontrolle kommen.
ja himmelkreuztürken (nein, ich bin kein bayer), wo leben wird denn?

in österreich zahlt man für jeden sat-receiver die sogenannte "künstlersozialabgabe", die wird vermutlich aufgewendet um "künstler" die blut auf leinwand schütten durchzufüttern. :motz:

Dank Internet brauche ich aber keine Kopierer, Bücherei etc. mehr. Per Mausklick wird der Zeitungsartikel bequem aus dem Internet auf die Festplatte kopiert oder auf dem heimischen Drucker ausgegeben. Damit brechen für uns die obigen Einnahmen weg.
es liegt an den verlagen das als premium inhalt zu vermarkten, aber dafür wäre ja aufwand nötig - die inder programmieren auch nicht mehr gratis - und pauschal verdient es sich halt leichter.

Das ließe sich noch verkraften. Jetzt kommt aber ein anderes Problem hinzu. Die Verlage verdienen im Internet mit seiner Kostenlos-Mentalität (für eine gedruckte ct zahle ich X Euro, im Internet erwarte ich/wir den gleichen Artikel für lau) nicht mehr die gleiche Kohle wie im Print-Geschäft.
selbst schuld, dafür jetzt den konsumenten melken..
Zudem läuft das Anzeigengeschäft ja auch schlechter, denn als findige User nutzen wir ja alle Ad-Blocker, um von der Werbung nicht belästigt zu werden (Und im Internet wird nur für ausgelieferte Werbe-Banner (also die auf dem Rechner des Users ausgeliefert werden) bezahlt, oder sogar nur, wenn der User auf den Banner klickt).
au weia, pöses, pöses internet...
wer hat den den konsumenten mit 24 bannern auf der startseite allein so weit gebracht blocker zu verwenden?

wechseln wir die branche - was ist das schlimmste am privaten fernsehen?
die unterbrechungen zwischen den werbeblöcken, denn da muß die zeit die der gesetzgeber (noch) vorschreibt mit etwas gefüllt werden das auch kostet - die ganzen praktikanten sind nicht gratis und ein billiger rumäne/inder was weiß ich der nicht deutsch kann ist marketingtechnisches harakiri, das haben selbst die DB-optimierer schon erkannt.
Um ihre Gewinnmargen zu halten, drücken die Verlage und Co jetzt auf Teufel komm raus ihre Kosten: In den meisten Redaktionen wurden seit 2001 50 Prozent der Leute entlassen
nur?
ich arbeite in der privatwirtschaft, vor einigen jahren waren in meiner firma an die 1000 leute beschäftigt, heut sind es um die 150, bei uns kann halt keiner sehen wo etwas produziert/veredelt wird und das "made in EU" ist sehr dehnbar.

freie Journalisten bekommen für ihre Artikel teilweise nur noch einen Hungerlohn, der teilweise auf 1-Euro-Jobber-Niveau liegt (ich habe zum Glück noch einen festen Job mit einem guten festem Gehalt - also mich braucht ihr nicht bemitleiden -mir geht es um grundsätzliches).
bei uns werden die leute vom ams geholt, kurzfristig, und stehen dann 2 wochen später wieder auf der straße - nett, nicht?
Für Luft, Liebe und Ehre schreiben nun mal meine Kollegen und ich nur ungern, geschweige denn können wir davon leben. Deshalb die Forderung nach den Vewertungsabgaben.
ich bin dafür arbeit zu bezahlen und keine pauschalen.
Erschwerend kommt folgendes hinzu: Die Verlage zahlen Hungerlöhne bzw. am liebsten gar nichts mehr und die Verwertungsabgaben sinken. Für wen soll unser freier Journalist nun schreiben? Richtig, für die Marketing-Abteilungen der IT-Industrie mit gut gefüllten Kassen. Dass man dann seinen Auftragsgeber nicht in die Pfanne haut und über ein Konkurrenzprodukt positiv berichtet versteht sich wohl von selbst. Leider täglich erlebte Praxis in der Zusammenarbeit mit freien Journalisten.
das war doch auch immer schon so, wer zahlt/anzeigen schaltet schafft an (6 jahre uni-zeitung, auch da weiß ich wie der hase läuft).
Also seht meine Ausführungen bitte als Denkanstoss, bevor wieder pauschal gegen Urheberabgaben gewettert wird. Wenn die Verflachung der Inhalte in den Medien so weiter geht wie in den letzten jahren, dann haben wir bald gar keine Medien mehr die lesenswert sind oder noch einen Hauch von Unabhängigkeit haben.
wieder falsch in meinen augen. der konsument bestimmt was er sehen möchte und die mehrheit der konsumenten ist - entschuldigung - scheinbar dumm wie die nacht finster wenn man sich die zuschauerzahlen der sender anschaut.

wenn onkel bert mit tante tina, tante frieda und nichte berta gruppensex hatte und jetzt darüber bei brit um mitternacht spricht, dann schauen sich selbst die 4. wiederholung 4 mio leute an,
wenn es um wichtige dinge geht, dann schauen das 500.000 weil das boxen im ersten wichtiger ist.

es ist den sendern nicht vorzuwerfen dass sie schrott zeigen, es ist der konsument der das verlangt, sonst wären die sender schon lange weg vom fenster.

beispielt pro7sat1 derzeit, da wird gewinnoptimiert, also als erstes nachrichten weg, die kosten nur und haben schlechte zuschauerzahlen.

ist bei den sensationsnachrichten aber auch kein wunder, da wird oft angst und panik gemacht und eine ganze wochen auf dem gleichen schwachsinn herumberichterstattet nur weil die leute dahingehend aufgestachelt sind, und ich nehme keinen sender, keine zeitung davon aus - das nennt man sensationsjournalismus.

das ganze funktioniert solange bilder da sind, wo keine bilder, da keine nachrichten und beim konsumenten gilt aus den augen, aus dem sinn.

so weit sind wir in unserer modernen medienwelt gekommen.
Und in meinen Augen ist eine freie Presse - die nicht nur auf Profitmaximierug (Murdoch und Co.) aus ist - für das Funktionieren unserer Demokratie unabdingbar.
ist sie, nur muß halt auch jemand zuschauen/lesen
Noch eine Randbemerkung: An den Urheberabgaben geht bestimmt nicht der PC-Laden um die Ecke pleite, denn die zahlen die Hersteller und in letzten Konsequenz wir als Konsumenten. Und die Hersteller sowie ihre Lobby-Vereinigungen sollten nicht so laut jammern, denn den ruinösen Preiskampf haben sie selbst angezettelt und nicht die Journalisten.
so wie du weiter oben schreibst, der preiskampf in den redaktionen - selbst schuld.
Und wenn die Margen nicht mehr stimmen, weil mancher Kunde lieber gleich zum No-Name-China-Produkt greift, dann sollte sich mancher Hersteller vielleicht überlegen, ob es nicht an seinem lausigen Treiber-Support (Stichwort Vista, kam ja über Nacht wie eine Erscheinung), seiner miesen kostenpflichtigen 0900-Hotline oder seinen undurchsichtigen Garantiebestimmungen (hallo Topfield) liegt.
langsam, oben bei den verlangen ist das gut und bei den bösen herstellern auf einmal nicht?
zu no-name möchte ich noch anmerken, daß heutzutage no-name meistens heißt, das das markenlabel nur noch nicht aufgeklebt wurde was den preis meist mindestens verdoppeln würde.
PS.: tippfehler bitte ich zu entschuldigen, die Hopfen-Kaltschale (Bier) war zu gut.
aber nur, wenn bei mir gleiches gilt, ich hab meinen ersten kaffee heute noch nicht intus... :D
Zuletzt geändert von jk am Mi 8. Aug 2007, 08:53, insgesamt 1-mal geändert.


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Anthea
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#10

Beitrag von Anthea »

Au ja. Noch eine Künstlerabgabe auf Kaffee, denn ohne Kaffe können die nicht kreativ werden ;)

Das mit den Pauschalen ist halt auch so eine Sache. Entweder wird etwas als illegal deklariert und entsprechend verfolgt, oder es ist dann halt legal und die Pauschalen kommen drauf.
Also muss sich dann in Zukunft keiner mehr Gedanken drüber machen, ob sowas legal ist, er hat ja schließlich schon mehrfach dafür bezahlt. Und weil ich ja die Pauschale für den 2. DVD-Brenner in einem PC genauso wie für den 1. zahl darf ich dann auch doppelt so viele DVDs brennen. Und weil ich gleich 3 Festplatten drin hab macht das... Gute Güte, so viel kann ich ja gar nicht mehr anschauen ;)

DRM ist im Prinzip gut. Aber so, wie es realisiert ist, ist es an vielen Stellen eine Blockade, das, was man bezahlt hat, auch in Anspruch zu nehmen. Wie viele tolle "geschützte" CDs kann ich weder im PC, noch im Autoradio, noch in 2 unserer 3 Stereoanlagen abspielen, weil die halt nicht nur pure "dumme" Audio-CD-Player sind? Oder es wird zu illegalen zerstörerischen Methoden gegriffen (Rootkit-Installation). Wenn ich ein Lied aus dem Internet herunterlade dann möchte ich das aber auch auf eine CD brennen können, denn ich hab keine Lust, zum Musikhören ins Büro zu gehen. Das ist bei etlichen DRM-Sachen aber nicht vorgesehen.
In der Musikbranche ist DRM ist ja eigentlich auch nur so nötig geworden, weil die großen Labels (nicht die Künstler!!!) zuviel Kohle scheffeln und darum sich zu lange nicht genötigt sahen, mal über neue Methoden des Vertriebs nachzudenken. Und die Künstler, wenn sie nicht zu bekannt waren, die selber neue Vertriebswege gesucht haben, wurden aus den großen Labels rausgechmissen.

Das zusammen mit der "Qualität" der meisten Produktionen... Bei vielen modernen Gruppen ist halt auf einer CD ein gutes Lied mit 9 Schrottsachen zusammen drauf. Und für das eine Lied ne ganze CD kaufen? Wenn ich da an meine nach wie vor große Plattensammlung denke (ja, diese schwarzen Dinger hab ich auch noch), da war das Verhältnis eher umgekehrt.

Was mir halt an dieser neuen Abgabe so sehr aufstößt sind diese ganzen fadenscheinigen Begründungen. "Computer mit eingebauter Festplatte seien erkennbar dazu bestimmt,
Fernsehfilme zum privaten Gebrauch zu vervielfältigen". Aha. Weil ja jedes moderne Betriebssystem auch problemlos ohne Platte funktioniert. Jeder mit digitalem Fotoapparat kommt ja auch ohne Festplatte aus. Von denen, die mit dem PC arbeiten, mal ganz zu schweigen. Oder jeder PC mit Netzwerkanschluss (ja, der, der fest auf dem Motherboard integriert ist, ob man ihn will oder nicht) ist sofort im Internet mit Breitbandanschluss und saugt den ganzen Tag nur Musik. Und so weiter. Das ist mir zu pauschal für die Pauschalen. Diese automatische Sippenhaft. Weil 8% einer Benutzergruppe was tun werden die restlichen 92% gleich mitgeprügelt.
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Gerti
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#11

Beitrag von Gerti »

Hi!

[quote=""kajakspider""]Ja, ich befürworte Abgaben auf PCs, Drucker, Scanner, Brenner, HDDs und Rohlinge.[/quote]

Ich bin strikt dagegen, denn mit dem Scanner scannen wir nur Rechnungen ein, der Drucker druckt nur selbige und der Brenner brennt nur Backups unserer Daten...warum soll ich damit also einen Notleidenden Künster unterstützen, der sich für eine richtige Arbeit zu schade ist?

[quote=""kajakspider""]Dank Internet brauche ich aber keine Kopierer, Bücherei etc. mehr. Per Mausklick wird der Zeitungsartikel bequem aus dem Internet auf die Festplatte kopiert oder auf dem heimischen Drucker ausgegeben. Damit brechen für uns die obigen Einnahmen weg.[/quote]

Wieso das? Die meisten Zeitschriften/Zeitungen bieten den Download der Artikel nur kostenpflichtig an. Wenn ich mir dann noch so die Inhalte mancher Artikel in den Fachzeitschriften anschaue, dann frage ich mich manchmal, wie die noch guten Gewissens überhaupt Geld für Ihre Publikationen verlangen können. Wenn ich da z.B. sehe, was manche Redakteure für einen Blödsinn über unsere Produkte zusammenschreiben, den wir dann ausbügeln müssen, weil ständig Kunden wegen dieser Falschaussagen in den Artikeln hier anrufen, sollten wir dann im Gegenzug auch von den Redakteuren für jeden Artikel mit Fehlern Geld erhalten. Es kommt nur äusserst selten vor, dass es ein Redakteuer mal für nötig hält, seinen Artikel vorab durch uns auf Fehler kontrollieren zu lassen.

[quote=""kajakspider""]In den meisten Redaktionen wurden seit 2001 50 Prozent der Leute entlassen, freie Journalisten bekommen für ihre Artikel teilweise nur noch einen Hungerlohn, der teilweise auf 1-Euro-Jobber-Niveau liegt (ich habe zum Glück noch einen festen Job mit einem guten festem Gehalt - also mich braucht ihr nicht bemitleiden -mir geht es um grundsätzliches). [/quote]

Ich habe selbst mal einen kurzen Artikel für die ct geschrieben und kann mich wirklich nicht über die entsprechende Entlohnung beschweren. Wenn ich die Zeit berücksichtige, die ich dafür investiert habe, war das mein bis dato höchster Stundenlohn.

[quote=""kajakspider""]Noch eine Randbemerkung: An den Urheberabgaben geht bestimmt nicht der PC-Laden um die Ecke pleite, denn die zahlen die Hersteller und in letzten Konsequenz wir als Konsumenten.[/quote]

Dir ist schon bewusst, dass es rückwirkend gelten soll, dass in der PC-Schrauber-Branche kaum Marge steckt und das gerade die kleinen Läden die PCs selbst zusammenstellen und somit zur Abgabe verpflichtet wären?
Nehmen wir also mal an, ein solcher Laden verkauft pro Tag zwei PCs und arbeitet ca. 300 Tage pro Jahr. Macht also 600 PCs im Jahr. Das ganze nun für vier Jahre (2002,2003,2004,2005) macht 2400 PCs. Das ganze mal 15 Euro macht ja nur schlappe 36.000 Euro...klar, dass hat ja auch jeder kleine Computerladen mal gerade in der Portokasse.

[quote=""kajakspider""]Und wenn die Margen nicht mehr stimmen, weil mancher Kunde lieber gleich zum No-Name-China-Produkt greift, dann sollte sich mancher Hersteller vielleicht überlegen, ob es nicht an seinem lausigen Treiber-Support (Stichwort Vista, kam ja über Nacht wie eine Erscheinung), seiner miesen kostenpflichtigen 0900-Hotline oder seinen undurchsichtigen Garantiebestimmungen (hallo Topfield) liegt.[/quote]

Als Early Adopter muss ich immer damit leben, dass nicht gleich alles funktioniert.
Schau Dir die Early Adopter von Blu-Ray Playern an...haben Unsummen bezahlt und werden nun von den PS3 Besitzern belächelt, weil diese ein besserer Blu-Ray Player ist als jeder (mindestens doppelt so teure) Standalone.
Das Hotlines kostenpflichtig sind hat einfach damit zu tun, dass es nachwievor viele Anrufer gibt, die jemanden "zum quatschen" suchen. Zudem ist der Anteil (z.B. 14ct.) pro Minute, den der Anrufer trägt, verschwindend gering im Vergleich zu dem, was der Anbieter für eine Hotline zahlt (ca. 3,50 Euro pro Minute).

Gruß,
Gerti


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#12

Beitrag von emarzinkowski »

[quote=""Gerti""]
Wieso das? Die meisten Zeitschriften/Zeitungen bieten den Download der Artikel nur kostenpflichtig an. Wenn ich mir dann noch so die Inhalte mancher Artikel in den Fachzeitschriften anschaue, dann frage ich mich manchmal, wie die noch guten Gewissens überhaupt Geld für Ihre Publikationen verlangen können. [/quote]
das stimmt wahrlich. Ich habe mal eine Zeitlang Artikel online gekauft. meisten 1,50 oder 2,00 Euro pro Artikel. Nachdem dann aber immer nur blabla drin steht und Sachen die ich selber wusste oder die man beim Hersteller auch finden kann, z.B. was für Anschlüsse ein Gerät hat, habe ich damit aufgehört.
Und die Preise fand ich auch sehr übertrieben... für 3 Artikel online, kann ich mir die ganze Zeitschrift kaufen und komplett irgendwo auf der Parkbank durchschmökern...
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#13

Beitrag von jk »

[quote=""Gerti""]
Ich bin strikt dagegen, denn mit dem Scanner scannen wir nur Rechnungen ein, der Drucker druckt nur selbige und der Brenner brennt nur Backups unserer Daten...warum soll ich damit also einen Notleidenden Künster unterstützen, der sich für eine richtige Arbeit zu schade ist?[/quote]

dann kannst du dir zumindest den betrag für die rohlinge zurückholen :w00t:
du mußt nur jede einzelne rechnung aufgehoben haben, jeden verbrannten rohling als solchen kennzeichnen und darfst auch keine medien weitergegeben haben, du mußt ja, wenn kontrolliert wird, nachweisen können dass du NICHT das urheberrecht damit verletzt hast. :X

es ist nicht wie sonst überall so, daß dir etwas nachgewiesen werden muß, sondern umgekehrt.

grundsätzlich wird also davon ausgegangen, daß jeder von uns mit seiner gekauften hardware nur kriminelles treibt.

wie irrsinnig das ganze bei uns ist, kann man ja schon an den treibern für scanner und die für den eu-markt zugelassenen kopierer sehen, die sind alle künstlich gebremst damit nicht noch höhere abgaben dafür fällig werden würden.

ein "nicht eu" treiber für den scanner hat schon manche maschine um den faktor 2 beschleunigt...

das ist doch alles nur reine abzocke und sonst gar nichts, man wird als kunde sofort versucht in ein kriminelles eck gestellt zu werden und vorsorglich schuldig befunden.
dafür hat man zu löhnen und aus.

wenn die gesellschaften nicht das internet verschlafen hätten, dann wär das vermutlich auch anders, nur bewegt hat sich bei den verwertungsgesellschaften ja selten etwas, die meisten sind doch nur gut bezahlte abstellplätze für politische günstlinge deren intelligenz für nicht mehr als solche pauschalierungen reichen dürfte.

dagegen ist das patent(un)wesen ja noch harmlos.

ps: übrigens, selten solche einigkeit hier gesehen :u:


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#14

Beitrag von steve »

[quote=""emarzinkowski""]
Aber wie gesagt, ich kaufe einen PC und muss eine Abgabe zahlen, auf etwas, was ich nie mache... Das ist sch... Wenn ich einen Videorekorder kaufe oder PVR ist eindeutig, was ich damit vorhabe, aber bei einem PC?[/quote]

Kam letztens mal in einem Verteiler:

"Ich werde jetzt mal vorsorglich Kindergeld beantragen. Ich hab zwar keine Kinder, aber das Werkzeug welche zu machen.......!" :D
LG
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Anthea
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AW: Neue Abgaben für PCs?

#15

Beitrag von Anthea »

Dann wirst Du aber auch von etlichen Frauen wegen Vergewaltigung angezeigt.
Du hast zwar nicht, aber das Werkzeug dazu...

Noch was nettes bei den Pauschalen: Wenn Du also selber Sachen geschrieben bist, aber nicht in der passenden Vereinigung bist (VG Wort), dann kriegt die VG Wort für Kopien Deiner Sachen Geld, aber muss es ja nicht an Dich weiterleiten, da Du ja kein Mitglied bis.

Fast so toll wie bei meinem Gitarrenlehrer damals: Der hat ein paar Stücke komponiert, und die dann auch über einen Verlag drucken lassen. Dann hat er bei einem Konzert diese Sachen gespielt. Daraufhin ist dann die Gema bei ihm angerückt und er durfte Gebühren für seine Stücke bezahlen, weil die ja veröffentlicht waren. Da er aber kein Gema-Mitglieddingens ist, da sich das bei ihm von der Menge nicht gelohnt hat, hat er natürlich dafür auch keine Vergütung gekriegt, dass er seine Stücke gespielt hat. Na ganz toll. Hätte er die Sachen nicht veröffentlicht hätte er auch nichts zahlen müssen. Hä????
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emarzinkowski
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AW: Neue Abgaben für PCs?

#16

Beitrag von emarzinkowski »

@Steve
:rofl: der ist gut! :rofl:
Viele Grüsse,
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emarzinkowski
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AW: Neue Abgaben für PCs?

#17

Beitrag von emarzinkowski »

[quote=""Anthea""]
Fast so toll wie bei meinem Gitarrenlehrer damals: Der hat ein paar Stücke komponiert, und die dann auch über einen Verlag drucken lassen. Dann hat er bei einem Konzert diese Sachen gespielt. Daraufhin ist dann die Gema bei ihm angerückt und er durfte Gebühren für seine Stücke bezahlen, weil die ja veröffentlicht waren. Da er aber kein Gema-Mitglieddingens ist, da sich das bei ihm von der Menge nicht gelohnt hat, hat er natürlich dafür auch keine Vergütung gekriegt, dass er seine Stücke gespielt hat. Na ganz toll. Hätte er die Sachen nicht veröffentlicht hätte er auch nichts zahlen müssen. Hä????[/quote]

Da sieht man wieder, wie bescheuert das ganze ist :patsch:
Viele Grüsse,
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hagge
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AW: Neue Abgaben für PCs?

#18

Beitrag von hagge »

Ein interessantes Thema.

Mit DRM zahlt tatsächlich nur der, der etwas benutzt. Insofern klingt das erstmal absolut fair. ABER: wenn ich mir eine Welt vorstelle, wo jeder Text, jedes Bild, jedes Lied, jeder Film, jede Nachricht, jede Mail, jede noch so kleine Info, einfach alles nur noch anzuschauen geht, wenn ich mich vorher anmelde und Geld dafür ausgebe, dann wird mir angst und bange. Wenn ich mir dagegen anschaue, wie es früher war: Man kauft eine Musikkassette, da waren eben irgendwelche Pauschalabgaben drauf, die nicht wirklich jemand interessiert haben, und dann habe ich einfach drauflos aufgenommen. Das war aus meiner Sicht wesentlich einfacher und bequemer. Und so gesehen bin ich eigentlich eher für Pauschalabgaben.

Aber auch hier die Einschränkung: Ein Gerät, das erkennbar für einen Zweck gedacht ist, wie sagen wir mal ein Videorekorder, das lässt sich leicht in eine Gebührenkategorie einsortieren. Ein PC ist aber nunmal ein universelles Gerät. Das kann man für *alles* verwenden. Ja, auch zum Filme und Musik kopieren. Aber ich kann auch soziale Arbeit damit machen. Kriege ich dann wieder Geld raus? Oder ich kann eine Bombe damit entwickeln. Werden nun alle PC-Besitzer als potenzielle Terroristen verhaftet? Nein, das kann es auch nicht sein.

Soll man jetzt alles einzeln bezahlen? Filme? Musik? Buchkopien? Internet? Dann kostet ein PC irgendwann das Dreifache. Je mehr man also in diese Richtung geht, jeden möglichen Service für sich pauschal zu vergüten, führt das ebenfalls in eine Sackgasse. Je länger man sich das Thema also überlegt, wäre die einzig angenehme, praktikable und letztendlich sogar faire Methode, wenn jeder Bürger eine gewisse Mediengebühr bezahlen würde. Denn in der Summe konsumiert doch jeder Bürger eine gewisse Menge Musik und Filme, sei es im Radio/Fernsehen, sei es auf Konzerten, sei es in der Kneipe oder im Kaufhaus (Hintergrundberieselung) oder eben auch auf dem PC oder einem PVR. Eben auf unterschiedlichsten Arten und Weisen. Der eine mehr mit dem einen Medium, der andere eben mit dem anderen Medium.

Diese Methode einer bundesweiten Mediengebühr hat gewisse Vorteile:
1. Die Summe lässt sich ganz gut vorherbestimmen (Anzahl Bürger ist bekannt)
2. Sie lässt sich gut verteilen, auch z.B. an Kultureinrichtungen.
3. Man spart viele viele Verwertungsgesellschaften ein.
4. Niemand kann meckern, da jeder das Gleiche zahlt.

Klar wird jetzt wieder kommen, dass ja damit so viele Arbeitsplätze bei den Verwertungsgesellsschaften wegfallen. Da sage ich aber immer nur: Quatsch. Eine überflüssige Organisation muss weg, auch wenn es Arbeitsplätze kostet. Oder würdet ihr folgende Argumentation akzeptieren? "Wir dürfen die Todesstrafe nicht abschaffen, weil sonst die Henker arbeitslos werden."

100% fair ist natürlich auch so eine Mediengebühr nicht. Zumindest nicht so fair wie DRM. Aber es wäre *wesentlich* einfacher zu handhaben und man würde sich als Bürger nicht mehr so gegängelt fühlen wie bei DRM. Überall gibt es doch die Flatrate. Warum nicht auf den Medienkonsum? Wenn man nicht mehr bei jedem Download nachdenken müsste: "oh je, was kostet mich das nun wieder", dann erst wird das Medium zu seiner Gänze genutzt. *Dann* werden Künstler gehört, die man vorher nie angehört hätte, weil es Geld gekostet hätte. Ich denke, erst wenn es so eine "Flatrate" gibt, geht das digitale Zeitalter richtig los, beginnt die Innovation. Hingegen alle Dinge, bei denen man pro Benutzung zahlen muss, bremsen die Innovation.

Das sehe ich so bei den Medien, genauso wie bei der Software: proprietäre Software wird irgendwann untergehen, Patente bremsen Neuerungen aus, OpenSource ist letztendlich effizienter, innovativer. Das sehen viele Leute und auch Firmen heute noch nicht, aber die Erkenntnis wird sich über kurz oder lang durchsetzen.

Darum als Fazit: kein DRM, keine Pauschalabgaben auf einzelne Services, sondern eine pauschale Mediengebühr pro Bürger. Und dann mehr oder weniger alles frei.

-----------------

Noch ein paar Sätze zu kajakspider.

1. Stichwort "Kostenlosmentalität im Internet".
Das Internet hat viele kostenlosen Seiten hervorgebracht, da es ursprünglich aus dem Bildungsbereich kam und dort *alles* Wissen kostenlos war. Erst durch die Kommerzialisierung Anfang der Neunziger kamen kostenpflichtige Aspekte dazu. Insofern ist die "Bezahlmentalität" der Eindringling/Bösewicht, nicht die "Kostenlosmentalität".

2. Stichwort "Verlage trifft es hart".
Die Welt ändert sich eben. Klar trifft es viele Verlage besonders hart, aber so ist das Leben. Vor wenigen Jahren fühlten sich die Lexika-Verlage wie Brockhaus auf der sicheren Seite, heute gibt es Wikipedia, an dem solche Verlage schwer zu knabbern haben. Dennoch bringt es nichts, einen Verlag wie Brockhaus nun mit Abgaben künstlich am Leben zu erhalten. Das Wissen ist längerfristig gesehen offen (Public Domain), da ist ein solcher Verlag eben auf Dauer vielleicht auch überflüssig. Klingt hart, aber die Zeit kann man nicht zurückdrehen, und alles, was den Untergang eines solchen Systems verhindert, bremst eigentlich nur die Innovation. Auch andere Branchen haben zu kämpfen, wenn sich die Märkte ändern. Die Firmen/Verlage müssen eben mit der Zeit mitgehen. Eine Telekom muss eben in den Mobilbereich und in den Triple-Play-Bereich gehen, denn wenn sie ausschließlich im Festnetz-Telefonbereich verharrt, wird sie untergehen. Und so muss ein Verlag eben ins Internet gehen und neue Medien nutzen, sonst geht er unter. Stures Festhalten an der Printausgabe einer Zeitschrift ist definitiv der falsche Weg. Und ja, es wird dennoch Umwälzungen in der Verlagsbranche geben.

3. Stichwort "Ad-Blocker".
Ja, am Anfang war vieles kostenlos. Dann kamen "wertige" Inhalte, die eigentlich Geld hätten kosten müssten, aber dennoch umsonst waren, da sie über Bannerwerbung finanziert wurden. Das war seinerzeit eine ziemlich gute Symbiose und hat eine ganze Weile recht gut funktioniert. Aber irgendwann haben es die Bannerwerbenden übertrieben: da war dann nicht mehr *ein* Banner oben oder unten auf der Seite, nein, da mussten es 10 sein. Und dann haben die sich bewegt. Und dann sind sie auf einmal 5x so groß geworden, wenn man mit der Maus drüber geht. Dann sind neue Fenster aufgegangen. Dann haben sie den eigentlichen Inhalt verdeckt, bis man draufgeklickt hat. Hallo? Wer hat hier angefangen, Mist zumachen? Man muss doch nicht jeden Scheiß akzeptieren. Wer so nervig wird, hat es nicht anders verdient, als geblockt zu werden. Wenn sich alles im Rahmen bewegt hätte, wären solche Ad-Blocker vermutlich nie entstanden. Die kamen erst auf, als es nahezu unerträglich wurde. Also hier bitte die Kirche im Dorf lassen. Nicht die Ad-Blocker sind die Ursache am Versagen der Bannerwerbung, das haben sich die Bannerwerbenden sehr schön selbst eingebrockt.

Gruß,

Hagge

Edit: huch, kaum schreibt man einen längeren Artikel, sind schon wieder drei Beträge dazwischen gerutscht...
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steve
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AW: Neue Abgaben für PCs?

#19

Beitrag von steve »

@hagge:

Ich stimme Dir vorbehaltlos zu, aber nur, wenn bei deinem Beispiel dafür alle anderen Gebühren (GEZ, Abos, etc) entfallen.... :hello:
LG
Steve


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AW: Neue Abgaben für PCs?

#20

Beitrag von jk »

das würde ich auch tun, da ich aber eher realistisch bin und als absolutes negativbeispiel das gesundheitssystem mit seinen allein in österreich 78 verschiedenen kassen, die allesamt schwer defizitär sind, aber keiner draufkommt dass man die verwaltung zusammenlgen könnte, hernehme, dann tut es mir leid, aber das wär das letzte woran ich glaube dass funktionieren würde...


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